Tuesday, March 10. 2009Link-Quote für deutsche WebseitenWas ist die deutsche Link-Quote?Bei der Link-Quote für deutschsprachige Inhalte geht es darum, dass jede deutsche Webseite mindestens 35% aller ausgehenden Links auf deutschsprachige Angebote setzen soll. In anderen Medien hat sich die Forderung nach einer Mindestquote für deutschsprachige Inhalte längst durchgesetzt. Schon im Jahr 2004 beschloss der Bundestag mit rot-grüner Mehrheit, dass sich die Radioanstalten zu einer fünfunddreißig-prozentigen Quote mit deutschsprachigen Inhalten verpflichten sollten. Es ginge dabei "nicht um Deutschtümelei", so die damalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss [1]. Was spricht für die Quotenregelung?Die deutschsprachigen Webangebote stehen mit den unregulierten Angeboten der globalisierten Welt in einem unfairen Wettbewerb. Eine einzige Sprache muss hier mit sehr vielen anderen konkurrieren. Wen wundert es da, wenn im weltweiten Linkdschungel die deutschsprachigen Angebote nur noch oasenhaft anzutreffen sind? Argumente für eine deutsche Link-Quote:
Die Regelung der Link-QuoteNichts ist so wandelhaft wie der Wandel. Und wo der Staat regelt, muss der Staat auch kontrolliert werden. Diese grundsätzlichen Wahrheiten müssen auch für die Link-Quote gelten. Die Feinregelungen der Link-Quote sollten daher von einem unabhängigen, international agierenden Arbeitsgremium als ständige Aufgabe fortgeschrieben werden, von der Kommission Deutsche Link-Quote (KDLQ). Das Gremium sollte nach den üblichen Maßstäben nicht mehr als dreißig Mitglieder haben und mit Vertretern der kompetenten gesellschaftlich relevanten Gruppen beschickt werden. Ohne im Detail vorgreifen zu wollen ist doch eine paritätische Zusammensetzung des Gremiums aus Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der Handelskammern und der IT-Fachverbände als angemessen anzusehen. Über die punktuell beratende Beteiligung des Innenministeriums, des Sportausschusses, der Verkehrsbehörden, der Kirchen, der Frauenbeauftragten, der Tarifkommissionen, des Beamtenbundes, der Hochschulrektorenkonferenz, der Bäckerinnung, des Datenschutzes oder des Verbraucherministeriums könnte nachgedacht werden. Zum Aufgabenbereich des Gremiums gehört insbesondere die regelmäßige internationale Abstimmung mit Kommissionen und Sachverständigen anderer Staaten. Die Kommission sollte dem Wirtschaftsausschuss des deutschen Bundestags oder einem seiner Unterausschüsse berichten. Wie sollte die Link-Quote aussehen?Die Link-Quote muss einen messbaren Anteil der von einer Webseite ausgehenden Links erfassen, um Wirkung zu erzielen. Aus den Erfahrungen in anderen Medienbereichen ist daher eine Link-Quote von mindestens etwa 35% anzusetzen. Aufbauend auf den Erfahrungen der Wirtschafts- und Filmförderung sollte auch für die Linkquote der Grundsatz gelten: Klasse, statt Masse. Eine Verlinkung nach dem Gießkannenprinzip läuft Gefahr, im Sande zu verlaufen. Stattdessen sollten Links gezielt zu Webseiten gesetzt werden, die im globalisierten Wettbewerb als Leuchturm für deutschsprachige Spitzenangebote wirken können. Über die Auswahl der unterstützenswerten Webseiten sollte in einem fairen Wettbewerb eine Bewertungskommission entscheiden, die Gesellschaft zur Bewertung der förderungswürdigen Webseiten-Spitzenangebote (GzBdfWS). Die Besetzung der GzBdfWS sollte auf Vorschlag der KDLQ erfolgen. Die unterstützenswerten Webseiten werden im fairen Wettbewerb zweimal jährlich festgelegt und in der Liste der zentralen deutschsprachigen Webangebote (ZDW) erfasst. Grundsätze der Link-Quote:
Kontrolle der Link-QuoteEine Regelung ohne Kontrolle oder Möglichkeiten der Sanktion ist häufig wirkungslos. Ebenso gilt aber auch, dass eine überbordende Bürokratie die Entwicklung der Webseiten beeinträchtigen kann. In der vernunftgemäßen Abwägung dieser beiden Argumente sollte daher der folgende Grundsatz gelten:
Was kann ich für die Link-Quote tun?Alleine sind wir nur ein Blatt im Wind. Mit vereinten Kräften und dem richtigen Hebel können wir Welten bewegen! Im Verein Deutsche Links (SH) finden Gleichgesinnte zusammen, um mit gemeinsamen Kräften für die Link-Quote zu argumentieren! Im VDL (SH) sind auch weibliche Mitglieder willkommen! Kritik an der Link-QuoteVerschwiegen werden soll nicht, dass in der Vergangenheit besonders die oppositionellen Kräfte keinen positiven Zugang zu einer staatlichen Quotenregelung für Medieninhalte fanden. Oft werden in einem historisch fragwürdigen Zusammenhang Beispiele zum damaligen Kommando-Rundfunk des ehemaligen Ostblocks gezogen. Auch die Medienanbieter selbst warteten eher mit uneinsichtigen Argumentationen auf. Der damalige ARD-Vorsitzende Jobst Plog etwa gab zu Bedenken, dass das Parlament hier auf einem Feld tätig wurde, für das es nicht zuständig wäre. Allerdings richteten sich die Bedenken gegen eine Quotenregelung für den Rundfunk. Gegen eine Link-Quote sind hingegen noch keine parteilichen Kritiken bekannt. Glossar
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Ja, eine tolle Idee! Und zur Finanzierung des ganzen sollte eine Linksteuer herangezogen werden. Dafür muss dann eine Extra-Abteilung in den Finanzämtern eingerichtet werden. Domains sind ja ähnlich wie Grund und Boden.
Außerdem brauchen wir noch unbedingt ein Linkministerium samt dazugehöriger Beamtenschaft...
so ein Quatsch... Linkqouten... ich meine, die meisten Links auf deutschsprachigen Website zeigen auch auf deutschsprachige Websites.
Christian
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